Das war sie: die zweite Woche meiner Haustürgespräche. Auch diese Woche war ich wieder in Südlengern unterwegs und habe mich mit den Menschen vor Ort ausgetauscht. Was bewegt die Menschen? Wo soll ich mir später als Ratsmitglied einbringen und unser Bünde verbessern? So viel vorab: eine Begegnung wird mir langanhaltend in Erinnerung bleiben. Und dann gab es diese Woche noch einen Zwischenfall, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Alles habe ich in diesem Blog zusammengefasst.

„Bürgernah“

Auch diese Woche war ein voller Erfolg. Mir ist es wichtig, mit den Menschen zu sprechen, mich mit ihnen auszutauschen. Die Resonanz war wieder mehrheitlich positiv. Die Menschen sind offen, aufgeschlossen und freuen sich, dass ich mich als Kandidat persönlich vorstelle. Oftmals habe ich gehört, ich sei „bürgernah“. Doch gerade dieses Wort „bürgernah“ ist ein Wort, was ich persönlich nicht so gerne höre. Klar ist es schön zu hören, doch letztlich bin ich doch auch nur ein ganz normaler Bürger. Nur halt jemand, der sich für viele engagieren möchte. Ratsmitglieder sind normale Bürger unserer Stadt, vielleicht ja sogar die eigene Tante oder der Nachbar von nebenan. Jedenfalls hat mich dieses positive Feedback in meinem Vorhaben bestärkt, im Falle einer Ratsmitgliedschaft regelmäßig schriftlich per Postkarte über meine Arbeit im Rat zu berichten. Ich finde das eine gute Möglichkeit, Menschen die Kommunalpolitik näher zu bringen und sie frühzeitig einzubeziehen.

Was die Menschen bewegt

Bei meinen Haustürgesprächen wird ganz oft ein Thema angesprochen, was auch mich stört: der Zustand der Bahnhof- und Eschstraße. Viele, mit denen ich spreche, wünschen sich, dass hier mehr getan wird. Als Ratsmitglied möchte ich mich dafür einsetzen, dass dieses Thema endlich angegangen wird. Mir ist es wichtig, dass unsere Innenstadt familienfreundlicher wird. Dazu zählen für mich mehr Bänke & Spielmöglichkeiten für Kinder, mehr Grün und auch öffentliches, flächendeckendes W-LAN. Bünde braucht zudem ein engagierteres Vorgehen gegen den Leerstand. Hier sehe ich das Stadtmarketing in der Pflicht. Aber auch hier ist es enorm wichtig, miteinander zu sprechen. Ein ständiger Austausch mit sämtlichen Kaufleuten ist daher für mich unerlässlich. In diese Prozesse möchte ich mich gerne einbringen.

Mangelware: bezahlbare Wohnungen

Diese Woche habe ich einen Familienvater getroffen, der zusammen mit seinen beiden Kindern auf 60 Quadratmetern in zwei Zimmern bei einem Freund wohnt. Einen Anspruch auf eine geförderte Wohnung hätte er, er findet jedoch schlichtweg keine. Diese Begegnung hat mich lange beschäftigt. Klar, es wird immer vom Mangel an bezahlbaren Wohnungen gesprochen. Wenn dann aber plötzlich jemand vor dir steht, den es direkt betrifft, dann berührt es einen auf einer besonderen Weise. Jeder, der in Bünde wohnen will, muss hier auch eine bezahlbare Wohnung finden. Punkt. Hier müssen wir als Stadt dringend handeln, denn gerade der öffentliche Wohnungsbau wurde in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt. Susanne Rutenkröger wird das Thema „bezahlbarer Wohnraum“ als Bürgermeisterin voranbringen. All ihre Ideen und Ziele findet ihr hier:  https://susanne-rutenkroeger.de/wohnraum/

Hund gegen Philipp

Und dann gab es diese Woche noch eine unschöne Begegnung. Bei einem geplanten Haustürgespräch ging die Tür auf, ein Hund rannte auf mich zu und biss mir in den rechten Unterschenkel. Die Besitzerin hatte ihren Hund in dieser Situation offensichtlich nicht unter Kontrolle. In so einer Situation einen ruhigen Kopf zu bewahren, war nicht einfach. Ich war völlig erleichtert, als der Hund endlich losgelassen hatte und er unter Kontrolle war. Gleichzeitig war ich unheimlich sauer auf die Halterin. Der Hund hatte diesen „Zweikampf“ zweifelsohne gewonnen. Im Anschluss ging es dann sofort zum Arzt, um meine Tetanus-Impfung aufzufrischen und die Wunde zu reinigen. Ja, auch der Kommunalwahlkampf kann gefährlich werden, wenn auch auf seine ganz eigene Art und Weise. Ein Arbeitskollege hat mich im Anschluss als den „Kandidaten mit dem notwendigen Biss“ bezeichnet- also, wenn das mal kein gutes Omen für die Ratsarbeit ist…

1.804 Wahlberechtigte, 637 Häuser, 1250 Flyer. Und ein Ziel: als junges Ratsmitglied Verantwortung für Bünde übernehmen. Die erste Woche Haustürgespräche ist geschafft, nächste Woche geht es weiter. Ich freue mich auf viele tolle Gespräche und bin gespannt, was ich kommende Woche zu berichten habe.